Von Josef Sturm

Foto: Josef SturmGöggelsbuch (jsm) Der Ursprung des heutigen DJK / Landjugend- und Heimatvereins Göggelsbuch-Lampersdorf geht auf das Jahr 1949 zurück. Schon damals, noch ohne die DJK die erst 1985 dazu kam,  baute er mit viel Eigenarbeit ein Vereinsheim, das erste überhaupt in Bayern. Nun, nach 68 Jahren ist der Verein zu Recht stolz auf das mit großer Eigenleistung von weit über 10000 freiwilligen Arbeitsstunden geschaffene, den Um- und Anbau des Jugend- und Sportheims St. Georg, das größte Bauprojekt in der Vereinsgeschichte überhaupt, das mit einem großen Festabend gefeiert wurde.

Die offizielle Segnung mit Festgottesdienst am Sonntag wurde verbunden mit einem bunten Programm und einem Tag der offenen Tür (Bericht folgt).
Ganz im Mittelpunkt standen beim Festabend aber nicht nur das neugestaltete Vereinsdomizil sondern auch das große Wir-Gefühl und die starke Gemeinschaft im Verein und im Ort. Es ist einmalig und phänomenal was in 18 Monaten Bauzeit geschaffen wurde, hielten Vorsitzender Walter Fleischmann und die Grußredner fest. Insgesamt wurden 630000 Euro investiert in eine den heutigen Anforderungen angepasste Einrichtung, mit der sich der Verein künftig neben dem Fußball und der Jugendarbeit auch für den Breiten- und Gesundheitssport öffnet. Wir haben Erfahrung im Bauen, hielt Fleischmann fest, als er in Wort und Bild in die Vereinsgeschichte zurückblickte, an den Saalanbau 1985 mit Gründung der DJK an das ehemalige Göggelsbucher Schulhaus, den Sportplatzbau 1988 und den Bühnenanbau 1994 erinnerte und sich freute über den großartigen Zuspruch beim Festabend und bei allen Veranstaltungen insgesamt. „Der Verein befindet sich im Aufwind, hat großen Zuspruch und kann zu Recht stolz sein auf das in 30 Jahren Geschaffene und nun den großen Anbau mit Gymnastikraum, Küche, Duschen und sanitären Anlagen.“ Sein Dank galt nicht nur allen fleißigen Helfern und Sponsoren sondern auch der Marktgemeinde, die durch langfristige Pachtverträge für das ehemalige Schulgebäude dieses Projekt abgesichert und ermöglicht hat. „Wir haben jetzt ein Tipp-Top-Jugend- und Sportheim, das Miteinander im Verein passt und auch die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen von der Jugend bis zur ersten Fußballmannschaft in der Kreisliga. Ein Hoch auf unsere DJK. Großer Zusammenhalt prägt die Erfolgsstory, sonst hätten wir in nur eineinhalb Jahren das alles nicht schaffen können“, hielt der Vorsitzende begleitet vom großen Applaus der Gäste fest.


Foto: Josef Sturm Foto: Josef Sturm

 

Nicht verwunderlich war es, dass beim Festabend die Plätze im Saal nicht ausreichten, so dass das Geschehen auf der Bühne live ins angrenzende Festzelt übertragen wurde. Alle die am Bau gearbeitet und kräftig das Bauvorhaben unterstützt haben, wollten dabei sein. Geplant wurde ab 2014 und das Projekt entwickelt, ehe im April 2016 nach Abwägung vieler Punkte der Startschuss erfolgte. Von der Jugend bis zu den Rentnern haben alle zusammengeholfen und die Frauen haben für beste Verpflegung gesorgt, das ist einmalig und überaus lobenswert. Göggelsbuch mit den umliegenden Orten und den Vereinen zeigte sich als geschlossene Einheit, so wurde von den Grußwortrednern festgehalten, die begeistert waren vom Geschaffenen und zum gelungenen Projekt gratulierten.
Als erster war es Landrat Herbert Eckstein, nachdem zuvor der Planer Roland Brandl und der Bauchefstratege Josef Schlierf sowie Vorsitzender Walter Fleischmann, stellvertretend für alle Helfer und Akteure ausgezeichnet wurden. Sie waren die Leitfiguren der Bau AG ohne die es das Ganze nicht geben würde, hieß es. „Im Ort wurde gezeigt uns ist es wichtig, dass wir das machen und das ist die Kraft der Dörfer.“ Diesen Aspekt  stellte Eckstein besonders heraus. Er lobte das Engagement vieler und freute sich besonders, dass auch viele junge Leute mitgemacht haben. „Es war nicht einfach, aber ihr habts gemeistert. Wenn man gesehen hat was war und was heute dasteht, könnt ihr alle stolz sein, ich ziehe den Hut vor euch,“ sagte er und überreichte ein Landkreisbild zur Erinnerung an den großen Tag.
Vielleicht geht es manchen hier genauso wie mir, wenn man die Vereinsgeschichte hört werden Erinnerungen an frühere Aktionen und Veranstaltungen im Verein und im Ort wach, wie ich sie selbst als Jugendlicher miterlebt habe, sagte Bürgermeister Daniel Horndasch. Die DJK ist ein besonderer Verein in Göggelsbuch und in der Bedeutung für den Ort. Der Verein tritt ein für bestimmte Werte und ist offen für alle die mitmachen wollen. Mit Blick auf den Besuch der D-Jugend in Barcelona stellte er fest, die DJK ist genau wie der dortige FC im Leitspruch festhält, mehr wie ein Verein. Für den BLSV, der mit dem Markt Allersberg und dem Landkreis Roth Zuschussgeber war, gratulierten Vorsitzender Christian Kuhnle und seine Stellvertreterin Sonja Möller. Sie freuten sich darüber, was hier alles auf die Beine gestellt wurde und beglückwünschten den Verein zur großen Gemeinschaftsleistung. Nikolaus Schmidt vom DJK-Diözesanverband verwies auf die große DJK-Gemeinschaft insgesamt und ihre Prinzipien Gemeinschaft, Geselligkeit und Glaube die zusammengehören und wünschte, dass die neuen Räume sportlich gut genutzt werden. Absolutes Highlight des Festabends aber war das „Baugeflüster“ in dem Wolfgang Brandl in Versform die Vereinsgeschichte und die vielen Bautätigkeiten Revue passieren ließ. Er brachte mit seinen witzigen Anekdoten den Saal zum Brodeln und sorgte für große Heiterkeit bei den rund 300 Gästen aus nah und fern, denen er zurief „Willkommen bei Freunden wunderbar, ein Hoch auf unsere DJK“.

 

Autor und Quelle: Josef Sturm HK vom 11.09.2017
Foto: Josef Sturm

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14.09.2017 (RR)