Vom Räuber zum Pfarrer

 

Von Josef Sturm

Göggelsbuch (jsm) Mit dem Stück „der Räuberpfaff“ tritt die Laienspielgruppe des DJK / Landjugend- und Heimatvereins Göggelsbuch-Lampersdorf an die Öffentlichkeit. Aufführungen finden am 17., 18., 23., 24. Und 25. März, jeweils um 19.30 Uhr (Saalöffnung 18.30 Uhr) im Jugend- und Sportheim St. Georg in Göggelsbuch statt. Der Eintrittspreis beträgt acht Euro, Kinder bis 16 Jahren erhalten ein Freigetränk. Karten im Vorverkauf können bei Agnes Meier, Göggelsbucher Hauptstraße 19, Telefon 09174/2956 erworben werden, Restkarten gibt es jeweils an der Abendkasse. Vor Beginn der Aufführungen und in den Pausen können sich die Besucher an einem reichhaltigen Büfett stärken.

Eifrig am Proben ist die Laienspielgruppe des DJK /Landjugend- und Heimatvereins Göggelsbuch-Lampersdorf mit die der Räubergschicht „Der Rauberpfaff“ am 17., 18., 23., 24. Und 25. März, jeweils um 19.30 Uhr im Jugendheim St. Georg in Göggelsbuch für Spaß und Gaudi bei den Zuschauern sorgen wird. Foto: Josef Sturm

Eifrig am Proben ist die Laienspielgruppe des DJK /Landjugend- und Heimatvereins Göggelsbuch-Lampersdorf mit die der Räubergschicht „Der Rauberpfaff“ am 17., 18., 23., 24. Und 25. März, jeweils um 19.30 Uhr im Jugendheim St. Georg in Göggelsbuch für Spaß und Gaudi bei den Zuschauern sorgen wird. Foto: Josef Sturm

Einen Blick in das Geschehen der bayerischen Räubergschicht in drei Akten mit Vorspiel von Peter Landstorfer und gespickt mit Lokalkolorit durften wir bei den derzeit stattfindenden Proben der Laienspieler werfen. Es gibt viel zu lachen beim lustigen Stück mit vier Damen und  sieben Herren, das Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Die Uraufführung des Stückes, das von Gesamtleiter Hans Schüssel und Regisseur Wolfgang Brandl ausgesucht wurde, erfolgte am 14. Oktober 1994 im Hirschgarten in München.

Die insgesamt drei Bühnenbilder zunächst zeigen. Danach wandert das Geschehen in die Sakristei und Wohnstube beim Dorfpfarrer, der mit 178 Einsätzen die Hauptrolle spielt. Wie üblich, gibt es von der Sakristei aus einen Zugang zur Kirche und dort einen fürs Publikum sichtbaren Beichtstuhl, in dem auf der einen Seite der Pfarrer sitzt und durch ein Gitter getrennt, auf der anderen der Beichtende. Viele Highlights, gespickt mit Heiterkeit und Gaudi in den Szenen sorgen für Neugierde und Spannung bei der Räubergschicht um den Raubhauser Gust und seine kleine Räuberbande, die sich mit mäßigem Erfolg durchschlägt. Als sie in einem Hinterhalt warten, beobachten sie ein tragisches Schicksal. Es wird ihnen ein Koffer in die Hände gespielt, der ihr weiteres Leben durcheinander wirbelt und auch die Geschichte von Göggelsbuch nachhaltig prägt. Wie es weiter geht mit der Räuberbande, ob sie mit ihrem Vorhaben Erfolg haben und in die Geschichtsbücher eingehen, oder der Gendarmerie in die Hände fallen und wie viele Räuber in dieser Zeit vor Gericht gestellt werden, das wird sich bei den Aufführungen zeigen. Nur so viel wird verraten: Es kommt zu einem Ende, das sich so auch in Göggelsbuh abgespielt haben könnte.
Mitwirkende sind: Der Räuberhauptmann und Pfarrer, Gust Raubhauser wird von Elmar Hirscheider gespielt, der zum zehnten Mal in Göggelsbuch auf der Bühne steht. Die Rauberhur, Res Rothen, wird verkörpert von Anne Harrer, die zum zweiten Mal dabei ist. Den Räuber Jackl Hetzinger spielt Jürgen Lamer (8 Mal dabei), Großbäuerin Severa Kupplinger spielt Christa Reichenberger (12), deren Tochter Annamirl ist Neuling Lisa Schlierf . In die Rolle der Dorfbewohnerin Siachlerin schlüpft Gabi Schmidt (8), Bürgermeister Spreitzel spielt Hans Schüssel (18), Bräu, den Brauereibesitzer verkörpert Markus Mederer (6), Gendarmerievorsteher Häflinger Wolfgang Harrer (3), Dorfbewohner Schlucker ist Werner Mederer (17) und als Mesnerin in Aktion tritt Evi Fleischmann (12). Als Regisseur fungiert zum 15. Mal Wolfgang Brandl.
Seit 1989 wird in Göggelsbuch Theater gespielt, also heuer zum 29. Mal. Doch bereits in den 50er und 60er Jahren gab es dort das Laienspiel, das somit eine lange Tradition hat. Johann Schüssel und Wolfgang Brandl mit ihrem Team sind eifrig am Proben und brennen darauf, vor die Öffentlichkeit treten zu dürfen. Begeistert ist die 21-jährige Lisa Schlierf, die erstmals dabei ist. Sie wurde von der Leitung angesprochen und sagte nach einiger Bedenkzeit ihr Mitwirken zu. Das habe sie nicht bereut, denn es herrscht bestes Miteinander in der Gruppe, die eine schöne Gemeinschaft ist. Wir sind eine Theaterfamilie, versichert sie freudestrahlend. (jstu)

 

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18.03.2018 (RR)